Warum das Opfern

Aug 18, 2026

Da ich meinen Lebensauftrag zu erfüllen hatte,
ihn auch erfüllen wollte,
musste ich durch das Körperleid hindurch.
Da mein Körper Teil der Welt war,
gehörte er den Herren dieser Welt,
gehörte er zum Herrschaftsbereich von Luzifer und Ahriman.
Und ihnen gehörten auch alle jene an, die zusammenwirkten,
dass das WORT sich erfüllen konnte.

Der Gottessohn opfert sich für die gesamte Menschheit.
War es der Luzifer-Impuls,
der die Geistwesenheit Mensch in die Materie führte,
damit sie eigenverantwortlich sich zur Gottes-Ebenbürtigkeit entwickeln kann,
so war es der Christus-Impuls,
der eben diese Bewusstseins-Erhebung
erst ermöglichte.
Alles hat sich erfüllt,
was die alten Propheten,
auch nichtjüdische,
darüber weissagten.

Ich zog am Tag nach Jerusalem ein,
an dem auch die Opfertiere für das Passahfest
in die Stadt getrieben worden sind.
Freiwillig kam ich, gewillt zur Opferung.
Habt ihr euch nicht schon oft gefragt,
warum das Opfern,
das Schlachten,
das Blutvergießen,
seit jeher Brauch in den verschiedenen Riten
der Menschheit war?

Es war das im tiefsten Seelen-Kern schlummernde Urwissen
um die Notwendigkeit der Opferung eines Erdenleibes.
Und da man nicht mehr wusste,
welcher Erdenleib da aufgeopfert werden sollte,
opferte man auserkorene Menschen und Opfertiere.
Was könnt ihr für euer Dasein auf Erden daraus lernen,
dass auch mein Materieanteil mich der Pein aussetzte?

Mache dir immer wieder bewusst:
Solange du Geistwesen in einem Körper über die Erde wandelst,
bist du den Anfechtungen von Ahriman und Luzifer ausgesetzt.
Deine Geist-Wesenheit hat dazu JA gesagt,
damit du über das Dualgesetz,
ich habe darüber berichtet,
hinauswachsen kannst
und in die Dreieinigkeit dich entwickelst.

Richte zwischen den Erdherrschern meinen Christusimpuls auf.
Als ich am Kreuze hing, habe ich geächzt und gestöhnt,
aber ich habe auch Worte ausgesprochen.
Es sind Gottesworte der Vergebung, der Liebe,
der Demut, der Hingabe
und es sind Gebetsworte.
Ich betete unablässig den Psalm:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Da im Evangelium nur diese Anfangsworte genannt sind,
deuten die meisten Menschen dies so,
dass ich hier Zweifel hegte, ja verzweifelt war.
So war das aber nicht!
Ich litt, ja!
Körperlich litt ich Qualen!
Aber verzweifelt war ich nie!
Ich rate euch, lest den ganzen Psalm,
dann versteht ihr meinen Gemütszustand besser.

Auszug aus Psalm 22
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,
bleibst fern meiner Rettung, den Worten meines Schreiens.
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort
und bei Nacht, doch ich finde keine Ruhe.
Aber du bist heilig, du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsere Väter vertraut, sie haben vertraut und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit.
Dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
…. Du aber, Herr, halte dich nicht fern!
Du meine Stärke, eile mir zu Hilfe!

…. Du hast mir Antwort gegeben.
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden,
inmitten der Versammlung dich loben.
Die ihr den Herrn fürchtet, lobt ihn;
All ihr Nachkommen Jakobs, rühmt ihn;
erschauert vor ihm, all ihr Nachkommen Israels!
Denn er hat nicht verachtet, nicht verabscheut, des Elenden Elend.
Er hat sein Angesicht nicht verborgen vor ihm;
er hat gehört, als er zu ihm schrie.
Vor dir kommt mein Lobpreis in großer Versammlung,
ich erfülle mein Gelübde vor denen, die ihn fürchten.
Die Armen sollen essen und sich sättigen;
den Herrn sollen loben, die ihn suchen.
Aufleben soll euer Herz für immer.
Alle Enden der Erde sollen daran denken und sich zum Herrn bekennen.
Vor dir sollen sich niederwerfen alle Stämme der Nationen.
Denn dem Herrn gehört das Königtum. Er herrscht über die Nationen.
Es aßen und warfen sich nieder alle Mächtigen der Erde.
Alle, die in den Staub gesunken sind, sollen vor ihm sich beugen.
Seine Heilstat verkündet man einem Volk, das noch geboren wird.
(Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift 2016, Katholische Bibelanstalt, Stuttgart)

Und diesen Gemütszustand versucht in euch aufzubauen,
wenn Schmerz und Leid euch heimsuchen.
Das ist mein Vermächtnis an euch am Karfreitag!
Ihr sollt beim Abschied von eurem Körper gleich mir freudig sagen können:
Es ist vollbracht!
Amen