Menschenentwicklung vom Gruppenbewusstsein zum individuellen Bewusstsein

Nov 4, 2025

Im Weisheitsplan ist vorgesehen, dass das Menschenwesen,
das ein Ich-Bewusstsein entwickelt hat,
dieses Ich-Bewusstsein ganz auf das E n d z i e l allen Seins ausrichtet,
und das ist:
Alles und alle zu lieben.

Das ist es, was der Christus als Mensch Jesus gepredigt und vorgelebt hat.
Durch ihn kam die Gabe, dies zu können, auf den Planeten Erde
und die Menschen, jeder einzelne für sich,
können sich für diesen Liebesweg entscheiden.

Auf dem weiten Weg von der All-Einheit
zur selbst-bewussten und selbst-bestimmten Individualität
hat der Mensch viele Seinsstadien durchlebt.
Aber bereits im Stadium seines Ätherdaseins
war der Keim des Ich-Bewusstseins angelegt.
Um dorthin zu gelangen, waren immer mehr Verdichtungs-Zustände nötig.
Je durchsichtiger, je ätherhafter DU –
und mit diesem DU soll sich jeder, der diesen Brief liest, angesprochen fühlen –
also je ätherischer, umso mehr warst DU durchwoben, durchklungen
von den göttlichen Kräften, von den Wesenszügen der Elohims,
der höchsten Ausschüttungen des göttlichen Geistes.
Damals wurde der Planet, den DU nun als Menschenwesen bewohnst,
erst vorbereitet für seine Aufgabe,
Wesen mit Selbst-Bewusstheit beherbergen zu können.
Auch er (der Planet) hat gleich DIR viele Entwicklungsphasen erfahren.
Heute aber ist Zeit, DEINEN Entwicklungsweg etwas genauer kennenzulernen.
Also, je m a t e r i e l l e r , und damit auch g e f o r m t e r
und d i f f e r e n z i e r t e r , deine Körperhaftigkeit wurde,
umso e i g e n s t ä n d i g e r , dafür aber auch g e t r e n n t e r vom Ur-Grund,
vom göttlichen Bewusst-Sein, erfuhr sich DEINE Wesenheit.
Im embryonalen Zustand vollzieht jedes Menschenwesen
diese menschliche Entwicklungsgeschichte im Zeitraffer von 9 Monaten noch einmal.

Gehen wir zurück auf die Zeit vor Christi Geburt.
Damals waren die durch Bluts-Bande miteinander verbundenen Volksstämme
die B e w u s s t s e i n s – T r ä g e r .
Der Einzelmensch verstand sich und erkannte sich selbst
n u r als ein Mitglied dieser langen Ahnenreihe.
Das gesamte alte Testament ist Ahnengeschichte.
Auch im neuen Testament findest du Ahnenreihen aufgelistet.
Und, so, wie im indischen Kastenwesen noch heute,
so wie in allen Apartheidsystemen,
war es auch im Judentum damals so,
dass der Pharisäer nichts mit dem Samariter zu tun haben wollte, ja durfte.
Das Regel- und Gesetzwerk verbot dies.
Alles das hatte seine Berechtigung für die Zeit der Menschheitsgeschichte,
in der die G r u p p e n - S e e l e ,
das G r u p p e n - B e w u s s t s e i n ,
der G r u p p e n – G e i s t herangebildet wurde.
Er war die V o r a u s s e t z u n g dafür,
dass in einem weiteren Bewusstseinsschritt
sich das i n d i v i d u e l l e Bewusstsein entwickeln konnte.

Und in Jesus kam der Träger des i n d i v i d u e l l e n Bewusstseins auf die Erde.
Allerdings war er ein Mensch, der seine w a h r e Herkunft n i c h t vergessen hatte,
weil er diese Entwicklungsstadien n i e hatte durchlaufen müssen,
sondern als Emanuel, als eine Wesenheit,
die direkt aus Gott kam und Mensch wurde, sich hier inkarnierte.
Im B e w u s s t – S e i n seiner Gottes-Kindschaft konnte er von IHM sprechen,
konnte er IHN, in Anlehnung an die jüdische Tradition,
ABBA – VATER nennen.
Im Johannesevangelium kannst du nachlesen,
was Johannes, der Täufer, von Jesus sagte:
„Ich bin nicht der versprochene Retter, ich bin nur v o r ihm hergesandt worden.
Sein Einfluss muss zunehmen, meiner muss abnehmen.“
Und: „Wer von oben kommt, steht über allen anderen.
Wer von der Erde kommt, gehört zur Erde und redet so, wie Menschen reden.
Wer aber vom Himmel kommt, spricht über das, was er dort gesehen und gehört hat.“
Johannes ist noch der l e t z t e Vertreter
des G r u p p e n – W e s e n s aus der Ahnenblutreihe.
Jesus ist der e r s t e , der als I n d i v i d u u m seine Gottes-Kindschaft bezeugt
und daraus sein Bewusstsein bezieht.
Das Johannesevangelium ist das durchgeistigste aller Evangelien.
Überall leuchtet aus dessen Worten der neue, selbstbestimmte Mensch hervor.

Das erste Wunder, im Johannesevangelium als Zeichen bezeichnet,
tat Jesus nicht in Judäa, im Land seiner Ahnen, sondern in Galiläa.
Dort, in Kana, verwandelte er Wasser zu Wein.
Und es war der beste Wein auf der Hochzeit, der zum Schluss ausgeschenkt wurde.

So ist das Selbst-Bewusstsein des Menschen der r e i f e r e Bewusstseins-Zustand
als das Zugehörigkeits-Bewusstsein zu irgendeiner Gruppe,
einer Nation, einer Ahnenreihe.
Denn nur das S e l b s t – B e w u s s t s e i n , ein G o t t e s – K i n d zu sein,
ermöglicht einem Menschen, f r e i von vorgegebenen Regeln, Vorschriften
und Traditionen, d i e Ent-scheidung, welchen Weg er als Persönlichkeit gehen will:
Den Weg der Liebe anzunehmen,
indem er ohne Vorbehalte und Abstufungen alles, was da ist,
und was eben aus Gott ist, zu lieben.
Er selbst verbindet sich also aus e i g e n e r Kraft und e i g e n e m Willen
mit ALLEM, und geht so wieder ein ins Eins-Sein mit Gott.

Darum hinterließ Jesus nur 2 Gesetze:
Glaube an Gott und liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Der Heilige Geist ist jedem Menschen versprochen,
der diesen Jesus-Worten glaubt und ihnen nachstrebt.
Das Christusnetzwerk ist über die ganze Erde ausgebreitet
und jeder kann sich – so er diesen Liebesweg gehen will – da hineinbetten.

Eure Zeit ist bereits geprägt von großer Individualität.
Aber die Masse lebt diese Individualität als I s o l i e r u n g vom A n d e r e n :
„Meine Vorstellungen sind richtig, was ich will, zählt.
Dein Wille, deine Vorstellungen sind falsch und interessieren mich nicht.“
So zerfallen Freundschaften und Ehen,
die Jungen ziehen sich von den Alten zurück und umgekehrt,
der Arbeitgeber ist der Feind des Arbeitnehmers,
der Lehrer wird zum Feind der Eltern,
die Eltern lasten ihm die Fehler der Kinder an und umgekehrt,
der Heiler ist der Feind des Arztes, und und und.

Erst wenn aus der egoistischen Isolierung des selbst-bestimmten Menschen
die bewusste Vereinigung von Individuen gelebt wird,
wird Frieden, Ruhe, wird Einheit in der Vielfalt entstehen –
dann wird Liebe gelebt, dann gibt es das HEIL auf Erden.
Alles, was den Menschen bedrängt und ihn unglücklich und leidend macht,
entspringt dieser falsch gelebten Individualität und der Angst!

Jeder sage sich immer wieder:
JA, ICH BIN,
JA, DU BIST,
JA, ER, SIE, ES IST
und WIR und IHR zusammen SIND
die All-Einheit, sind GOTT.
Lasst dieses Licht der Wahrheit und Liebe in euch leuchten.

Die wichtigste Leiter, um den Schwingungszustand des Christusnetzwerkes
zu erlangen, und von ihm durchströmt zu werden,
ist das zielgerichtete Gebet.
Wer ohne zielgerichtetes Gebet meditiert,
blickt nur ins eigene, unvollkommene, egozentrierte, isolierte ICH.
Dadurch ist keine Bewusstseins-Erweiterung zum Ziel der Individualität möglich.
Wenn jemand voll ist mit Gefühlen der Unzufriedenheit,
weil in seinem ICH-Bewusstsein Trauer, Angst, Groll, Krankheit
und andere Übel herrschen,
der muss den tiefen Wunsch verspüren,
die eigene i s o l i e r t e Ego-Zentrik zu verlassen
und sich durch innige, demutsvolle und vertrauensselige Gebete
dem Christusnetzwerk nähern.
Erst dann hat das Versenken in die hoffnungsvolle Stille der Meditation
Aussicht auf Erfolg.
Alle Wesenheiten im Christusnetzwerk erwarten voll Liebe zu DIR die Chance,
ihre Liebesweisheiten in dich einzuströmen,
damit das Liebes-Licht in deiner Seele immer größeren Raum einnimmt.
Darum rufen alle Einsänger und Bänderer immer wieder:
Christus Jesus Emanuel brause mit Liebesgewalt!

Darum ist es so wichtig, sich Jesus Christus Emanuel zu öffnen.
Jesus sagt:
Wer sich mir öffnet, dem öffne ich die Pforte zur Wahrheit.
J e n e Wahrheit, die alles S e i n in sich b i r g t .
Dieses „in sich bergen“ bedeutet,
alles zu bewahren, zu behüten, zu bergen,
zu segnen, zu lieben, zu kennen.