Ausgleichsleben

Sep 30, 2025

Ihr wisst, dass jedes Leben ein Ausgleichsleben
zu einem oder mehreren abgespulten Leben bedeutet.
Und wer eben ein Leben mit Entbehrungen jedweder Art führt,
der hat vorher ein gegenteiliges bereits geführt.
Und die Bewusstseinserweiterung der Menschen
schreitet naturgemäß vom Groben zum Feinen.
Der Dieb kommt vor dem Bestohlenen,
der Erpresser vor dem Erpressten,
der Ausbeuter vor dem Ausgebeuteten.
Ihr könnt diese Aufzählung beliebig fortsetzen.
Daher sind alle selig zu preisen, die hier auf Erden
nicht zu den Ausbeutern und Erpressern und Unterdrückern zählen.

Der Weg ins Himmelreich geht nun einmal durch die Erfahrungen des Leidens
unter dem Joche von anderen.
Erst der Gebrannte wird sich vor dem Feuer in Acht nehmen.
Der Mensch erlangt
Erkenntnis nur über Erfahrung.

Ich habe euch schon mehrmals erläutert,
dass das Karmageschehen nichts mit Schuld und Sühne zu tun hat,
sondern einzig der Bewusstwerdung dient.

Zum Thema Reichtum möchte ich euch daran erinnern,
dass niemand reich werden kann aus eigener Kraft.
Denn Reichtum ist, so wie ihr es versteht, keine Gabe der Natur Gottes.
Fülle i s t eine Gottesgabe.
Aber Reichtum bedeutet immer Besitz, der anderen weggenommen wurde.
Denn eigentlich hat Gott alles für alle geschaffen.
Und zwar in gleichem Maße.
Erst die Einflüsterungen der auf Machtgewinn ausgerichteten Seite
brachten die Menschheit im Verlauf ihrer Entwicklungsgeschichte dazu,
dass einer einen anderen für sich arbeiten lässt
und durch diese Ausbeutung der Arbeitsleistung eines anderen
seinen eigenen Reichtum vermehrt.
Oder aber der Mensch, der Reichtum besitzt, hat diesen ererbt.
Dann liegt eben die menschenverachtende Ausbeutung im Generationenstrom.
Und ihr wisst doch, jeder sucht sich seine Eltern selbst aus.
Und eher geht eben ein Kamel durch ein Nadelöhr,
denn ein Reicher ins Himmelreich.

Der Wille zum Reichtum steht eben in der Entwicklungsreife
v o r dem Willen zur Entsagung.
Reichtumswille ist sozusagen ein Pubertätsstadium des Menschen.
Und betrachtet doch einmal die Reichen. Woran hängt ihr Herz:
am Vermehren oder zumindest Erhalten ihres Reichtums.
Und dieser Willenszwang versklavt den Betreffenden dermaßen,
dass er unfähig ist, zu erkennen, dass er ein Ausbeuter ist.

In den geringsten Fällen ein Ausbeuter,
denn an den Händen vieler Reicher klebt auch Blut.
Also, der Reiche braucht noch viele Entwicklungsstufen, viele Leben,
bis er zu den Seligen gehört, für die die Himmel nahe gerückt sind.